Orangewein - Rebellion im Glas!

Orangewein entsteht, wenn man weiße Trauben so verarbeitet, als ob Rotwein entstehen soll. Das heißt, die weißen Trauben werden nach der Lese maischevergoren. Die Beeren werden angedrückt und angequetscht, damit der Saft mitsamt der Beerenhaut und den traubeneigenen Hefen zu Wein vergären kann. In diesen zwei Wochen der klassischen Maischegärung zieht der Saft die Farbstoffe und die Tannine aus der Beerenhaut. Daher kommt der orangefarbene „Anstrich“, der je nach Rebsorte intensiver oder schwächer ausfällt.

Orangewein, auch Naturwein, ist ein naturbelassener Wein: man greift so gut wie gar nicht technisch im Keller in den Wein ein. Da Orangewein unfiltriert in die Flasche kommt, ist es hier besonders wichtig, dass alle vorherigen Arbeitsschritte im Weinberg, vor allem aber bei der Lese und der Verarbeitung im Keller absolut sorgfältig und sauber erfolgen. Essentiell für die Stabilität in der Flasche und dem späteren Genuss sind das Entrappen der Beeren (wenn also jede einzelne Beere vom Stilgerüst getrennt wird, damit während der Maischegärung keine unerwünschten Bitternoten in den Wein gelangen) und die Entfernung von fauligen Beeren.

Orangeweine, auch Naked Wines genannt, sollten mit ökologisch oder am besten mit biodynamischen erzeugten Trauben entstehen: alles, was später in der Flasche landet, sollte so naturbelassen wie möglich sein, damit die natürliche Balance, die ja gerade diese Art von Wein auszeichnet, voll zum Tragen kommt. Besonders die in der Flasche verbleibende Hefe „speichert“ Wirkstoffe, ob gute oder schlechte.

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