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Chardonnay - ein „Weltbürger“

Chardonnay findet man rund um den Globus. Seinen Ursprung hat er aber im berühmten Burgund in einer kleinen Gemeinde mit dem Namen Chardonnay, was von Chardon, dem französischen Wort für „Distel“, abgeleitet wird. Die weltweit berühmtesten Chardonnays wachsen im französischen Puligny-Montrachet, Meursault sowie im Chablis.

Seinen Siegeszug in fast jedes Weinanbaugebiet der Welt verdankt der Chardonnay seiner Fähigkeit, absolut anpassungsfähig an seine Lage zu sein. Außerdem ist er ein ausgezeichneter Terroirbotschafter (wie der Riesling), aber mit dezenteren Aromen. Er transportiert hervorragend seinen Boden und seinen Ausbau. Der Chardonnay braucht für hohe Qualitäten und zur Aromenausbildung in der Traube eine längere Zeit und viel Wärme, wird daher spät gelesen und kommt so zu einem höheren Alkoholgehalt. Nur in Jahren mit optimal ausgereiften Trauben werden so hohe Qualitäten und Extrakte erreicht, dass wunderbare Chardonnays entstehen können und sich Mühe und Aufwand lohnen, sie zu einer Chardonnay Réserve auszubauen.

Der Chardonnay ist die berühmteste Sorte aus dem Burgund und übrigens einer der drei Rebsorten (neben Pinot Meunier und Pinot Noir), die in vielen Champagner verwendet werden. Er liebt kalkreiche Böden (wie unseren Tonmergel), was ihm unglaubliche Länge und Druck am Gaumen verleiht. Trotzdem kann er gleichzeitig unglaublich elegant und filigran sein - natürlich je nach Ausbaustil! Sie finden feine hefige Briochenoten gepaart mit dezenten Fruchtaromen von Zitrus, Apfel, Melone, ein bisschen Walnuss, und - nach dem Ausbau im Holz - leicht rauchige Noten. Gefühlt endlose Länge, Eleganz und Druck am Gaumen! Ein Gedicht!