Weinjahre

Weinjahre in der Rückblende

2020: Von der Sonne geküsst.

Trockener Winter.
So richtig nass wurde es in den Wintermonaten nicht, die Wasserspeicher im Unterboden wurden hauptsächlich im Februar mit überdurchschnittlichem Niederschlag aufgefüllt.

Von den Eisheiligen verschont & frühe Blüte.
Mit durchschnittlich 2,2°C höheren Temperaturen wie gewöhnlich begann der Austrieb schon Mitte April mit zwei Wochen Vorsprung vor dem langjährigen Mittel und zog auch den Beginn der Rebblüte mit nach vorne, die Ende Mai startete. Glücklicherweise trafen uns keine Spätfröste.

Sonnenschein & Wind en masse.
Zu den geringen Niederschlagsmengen und den vielen Sonnenstunden - 40% mehr als normal - gesellte sich immer häufiger teils recht kräftiger Wind. Der trocknet einerseits die Rebblätter, "föhnt" aber gleichzeitig den Oberboden trocken, sodass frisch gesetzte Reben für Support in Form von Wassergaben dankbar sind.

Spektakulärer Jahrgang in Sicht.
Kerngesund, wunderschön und 100% auf den Punkt waren unsere Trauben bei der Ernte. Einziger Wermutstropfen war die geringere Menge als erwartet, was der Trockenheit zuzuschreiben ist. Im Gegenzug steht eine Trockenbeerenauslese in den Startlöchern! 

2019: Ein Sommer der Extraklasse.

Heiß, aber gnädig und mit Regen durchsetzt.
2.185 Sonnenstunden, 30 Tage mehr als 30° C, zusammen mit den Jahren 2003 und 2018 zählt der Sommer 2019 zu den wärmsten seit 1981. Und ja, es war wieder richtig heiß. Blühbeginn am Scharlachberg war der 8.6. und dann kam die Hitze. Die Niederschlagssituation schien ähnlich angespannt wie 2018. Zum Glück wurden wir dann doch, über den Sommer verteilt, von einigen Niederschlägen gesegnet – der große Trockenstress blieb aus, und wir hatten Mitte September einen perfekten Lesestart.

Große Aussichten.
Nach diesem heissen aber regendurchsetzten Weinjahr sind wir sehr optimistisch für einen genialen Jahrgang 2019. Denn selbst im Extremjahr 2018 ist es uns gelungen, insbesondere aus den Toplagen, eine hervorragende Jahrgangs-Kollektion zu keltern. Die Biodynamie ist dabei eine wesentliche Unterstützung.

2018: Heiße Tage - cooler Stoff:)

Ein Frühstarter.
Nach einem niederschlagsreichen und kalten Winter hat es Anfang April einfach „Klick“ gemacht und die Natur hat von Winter auf Sommer geschaltet. Das hat zu extrem frühem Austrieb und entsprechend früher Blüte geführt und natürlich gleich zu Spekulationen über eine rekordverdächtig frühe Lese. Die Vegetation bis zur abgehenden Blüte war dabei perfekt und die Reben standen gut wie nie…

Dann kam die Trockenheit.
Die letzten größeren Niederschläge gab es Mitte Juni mit knapp 70l/m2 – danach nur noch sengende Hitze und heiße Nächte. An Regen war im nördlichen Rheinhessen nicht mehr zu denken. Während wir also sehnsüchtig auf Wasser warteten, herrschte in andere Regionen förmlich „Land unter“. Dadurch sind die regionalen Unterschiede 2018 wieder enorm!

Alles oder nichts.
Die Gratwanderung zwischen Totalausfall und höchsten Traubenqualitäten war abenteuerlich: die Hitze hat vor allem unseren jüngeren Anlagen zugesetzt, da deren Rebstöcke noch nicht tief genug wurzeln. Die Beeren sind sprichwörtlich vor unseren Augen eingeschrumpft bis zur völligen Austrocknung. Das hatten wir zuvor noch nie so erlebt.

So schön, wie selten zuvor. 
Die älteren und alten Rebanlagen – glücklicherweise 90% unserer Rebfläche – haben den Trockenstress dagegen bestens verkraftet. Mit ihren bis zu 12 Meter tiefen Wurzeln konnten sie scheinbar immer noch genügend Wasser aufspüren. Dort durften wir dann auch kerngesunde Trauben ernten. Goldgelb und topreif.

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